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Blogroll

Archiv für Januar 2010

Elfen der Ballettwerkstadt erobern die Stadthalle

ballettwerkstattFrühling, Sommer, Herbst und Winter. Durch “Das Jahr” und die Jahreszeiten tanzten sich die Schüler und Schülerinnen der Ballettschule Kähler in der Aalener Stadthalle. Das Thema bildeten zwölf Charakterstücke für Klavier von Fanny Mendelssohn-Hensel. Musikalisch begleitet wurden die Tänzer und Tänzerinnen von Simone Häcker-Brune am Klavier und dem Ensemble der Jugendkapelle der Stadt Aalen.

Sunrise

sonnenaufgang

Schneematsch und Glätte

schneematsch

Während die Strassen für die Autofahrer weitgehend geräumt werden, müssen die Fussgänger zuweilen aufpassen, auf den nicht geräumten Gehwegen nicht auszurutschen!

Ja, wir sind wieder da und hauen noch eins drauf!

peter-wackel

Samstag Abend, 23.30 Uhr, Apres-Ski-Party in Waldhausen. Die Frisur sitzt, die Halle bebt. Der “Partynator” Peter Wackel rockt die Bühne und schmettert seine Ballermannhits in die alkoholdurchtränkte Nacht. “Joana (Du geile Sau)” läuft gerade, als ich ebenfalls die Bühne erklimme und vom Rand aus das Geschehen mit der Kamera festhalte. Zugegeben, das ist nicht gerade meine Musikrichtung, aber eines muss man dem Wackel lassen: Party machen kann er!

SkyWatch Friday – on a winter’s evening

wintersky

Zunfttreffen der baden-württembergischen Nachtwächter und Türmer

zunfttreffen

Die baden-württembergischen Nachtwächter und Türmer trafen sich dieses Jahr in Aalen. Bei ihrem Zunfttreffen nahmen sie auch neue Mitglieder in ihre Zunft auf. Der Bevölkerung von Aalen stellte sich jeder Nachtwächter und Türmer einzeln vor, wobei auch dieses Foto entstand. Am Sonntag dann gestalteten die Nachtwächter zusammen mit Pfarrer Bernhard Richter den Gottesdienst in der Aalener Stadtkirche, bis sie nach einer Stadtbesichtigung wieder in ihre Heimat aufbrachen. Wer mehr wissen möchte, informiert sich auf unserer Tourismusseite www.ostalb.net

Tristesse

tristesse

Die Tristesse ist laut Wikipedia ein Gefühl oder ein ästhetischer Eindruck der Traurigkeit, der Trübseligkeit, des Jammers oder der Ödnis. Dieses Foto habe ich heute Nachmittag in Aalen-Heide geschossen. Früher gab es hier Geschäfte, in denen die Bewohner des Viertels einkaufen konnten. Heute ist hier alles leer. Keine Menschen auf den Strassen, die ersten Sträucher erobern den Asphalt zurück. Tristesse eben…

Leben und Sterben im Ostalbkreis

unfall-B19

In der Silvesternacht ging ich um 2 Uhr schlafen. Gott sei Dank nüchtern, denn ich hatte Notfallbereitschaft, d.h. bei einem Brand oder Unfall ruft die Polizei direkt auf dem Handy auf meinem Nachttisch an. Um 5 Uhr klingelte es, und ein Beamter teilte mir mit, dass auf der B19 bei Oberkochen ein schlimmer Unfall passiert sei. Es war glatt, also fuhr ich ganz langsam zu der Unfallstelle. Gespenstisch schimmerten die Blaulichter schon von Weitem durch die Nacht. Vor Ort dann ein Bild des Grauens. Zwei völlig zertrümmerte Autos, viele Feuerwehr – und Polizeiautos, einige Krankenwagen. Zuerst informiere ich mich immer bei einem Polizeibeamten, wie der Stand der Dinge ist. In diesem Fall, ich traf zirka eine halbe bis eine dreiviertel Stunde nach dem Unfall ein, waren noch alle vier Insassen in ihrem Fahrzeug eingeklemmt, eine Frau aus dem anderen Wagen war bereits schwerverletzt abtransportiert worden. Ich musste dann warten, und dabei hielt ich zirka zehn bis zwanzig Meter Abstand. Ich sah viele Helfer, die sich an dem zerfetzten Auto zu schaffen machten. Mit schwerem Gerät bogen sie das Auto auf, bis sie endlich den ersten Insassen befreien konnten. Sie legten ihn auf eine Trage und rannten an mir vorbei zum Norarztwagen. Die anderen Helfer versuchten indes, die weiteren Mitfahrer zu bergen. Es waren ein Mann und zwei Frauen im Alter von 19 – 21 Jahren, die alle sofort tot waren. Einen nach dem anderen trugen sie aus dem Schrottauto heraus und legten sie auf die Strasse. Die Polizisten durchsuchten sie nach Ausweisen, sie müssen später zu den Angehörigen fahren und die traurige Nachricht überbringen. Wie ich von unserem Pfarrer erfahren habe, geht meistens ein Seelsorger mit, der dann auf Wunsch auch länger bei den Hinterbliebenen bleibt.
Inzwischen war eine dreiviertel Stunde vergangen, jetzt konnte ich endlich meine Bilder für die Zeitung machen. Diese Arbeit ist wahrlich kein Spaß, ich muss zwischen den Trümmern eine gute Position  finden, sehe das Blut auf dem Airbag oder stolpere fast über die persönlichen Sachen der Unfallopfer, die verstreut auf der Strasse liegen. Gleichzeitig muss ich darauf achten, dass ich im Hintergrund nicht die Toten mit auf das Bild bekomme. Einmal bin ich auf einem ähnlichen Unfall von Gaffern mit Steinen beworfen worden. Ich war für sie wohl der vermeintliche Paparazzi, doch als Pressefotograf tue ich nur meine Arbeit, während die Gaffer zum Gaffen da sind. Sie sind morgen die Ersten, die die Bilder in der Presse betrachten.

Nachdem ich mich daheim dann noch einmal hingelegt hatte, bearbeitete ich am Vormittag die Fotos am PC, denn auch meine Zeitung stellt mittlerweile die aktuellen Themen sofort ins Internet. Und plötzlich lief mein Telefon heiß. Bildzeitung und dpa riefen an und wollten Fotos haben, und ich habe dann abends auch die Landesschau im SWR-Fernsehen gesehen, nach mir war wohl noch ein Kamerateam am Unfallort gewesen.

Am Nachmittag dann musste ich -the same procedure as every year- ins örtliche Krankenhaus, um die Neujahrsbabys zu fotografieren. Vier Kinder wurden an Silvester geboren, und raten Sie mal, wieviele am Neujahrstag: genau drei.
Gott gibt es und Gott nimmt es.
Drei Tote am Morgen und drei Neugeborene am Abend.

Und jetzt weiß ich wieder, warum ich meinen Blog “Leben und Sterben im Ostalbkreis” genannt habe.

Frohes Neues Jahr ! Happy New Year !

silvester

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